Dorferneuerung


« das ALE informiert oder „Märchenstunde On Tour“ | ... | “Dorferneuerung” in weiß blau »

MdL Christa Götz oder Stimmungsmache fürs Stimmungsbild

Wie man mit brisanten  politischen Problemen umgeht das weiß Landtagsabgeordnete Christa Götz ganz genau. Nur zehn Tage nach vermeintlicher Herausnahme der Ortsteile Oberrimbach und Kirchrimbach aus der Dorferneuerung  hat Christa Götz ein seit über eineinhalb Jahren anstehendes Problem  gelöst und verkündet in einer Pressemitteilung, dass die Dorferneuerung nun wie geplant für alle 7 Ortsteile kommt. Nicht schlecht möchte man meinen was diese Frau in der Kürze der Zeit zu leisten in der Lage ist. Dummerweise stellte sich diese Pressemitteilung auf Nachfrage der FLZ  als falsch heraus und man korrigierte eilens  von „Christa Götz konnte erreichen“ in „Christa Götz setzt sich dafür ein“ .Wie die FLZ schon treffend feststellt ist das nichts Neues und  reicht  nichtwirklich für eine Meldung wohl aber für eine gehörige Portion Spott. 

Nur fünf Tage später anlässlich einer von Götz organisierten Reise zum Amt für ländliche Entwicklung  äußert Christa Götz ihr Unverständnis gegenüber Zugezogenen, die Amtspersonen beleidigen.

Trotz reichlichem Überlegen wissen wir leider nicht so genau was Götz mit dieser sehr befremdlichen Aussage gemeint hat denn den logischen Umkehrschluss, dass Nichtzugezogene Amtspersonen beleidigen dürfen, können wir dann so auch nicht glauben. Oder handelt es sich etwa um eine dörfliche Zweiklassenbewohnerschaft, dann wäre aber zu klären ab wie vielen Jahren Dorfzugehörigkeit man als integriert und somit vollwertiges Gemeindemitglied gilt.

Vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Informationslücke, denn Christa Götz scheint nicht zu wissen von welch immenser Wichtigkeit für die Gemeinde und den ländlichen Raum der Zuzug von Menschen in die Dörfer ist. Diese Zugezogenen sind es die mit dem Kauf und die eigenverantwortliche Instandsetzung von verschiedentlich stark verfallenen Gebäuden den Dörfern wieder ein Gesicht gegeben und somit einen Leerstand und den Verfall der Anwesen verhindert haben. Ebenso wurden die Dörfer wieder mit Kindern belebt da es sich bei den Zuziehenden meist um junge Menschen handelt. Da Kirchrimbach zu über 70% aus Zugezogenen besteht mag man es sich gar nicht ausrechnen was es für die Gemeinde und das Dorf bedeuten würde auf diese zu verzichten.Sehr verwunderlich bleibt dieses allemal. So auch dass trotz Kenntnis darüber dass eine ganz klare Mehrheit der Kirchrimbacher Grundstückseigentümer die Dorferneuerung ablehnt, wie aus einer aktuellen Unterschriftenliste (mittlerweile die vierte) hervorgeht, Christa Götz von einer objektiven Mehrheit der Befürworter des Verfahrens spricht. Um aber wirklich objektiv über eine Sache urteilen zu können bedarf es Informationen beider Seiten nämlich der Befürworter sowie der Kritiker der Dorferneuerung. Leider hielt es Frau Götz für nicht nötig sich bei den Kritikern der Dorferneuerung zu informieren, dabei hätte es zur Beschaffung der Informationen in diesem Falle nur eines Anrufes oder eines Briefes bedurft und noch nicht mal einer 7tägigen knapp 36.000 Euro teuren Informationsreise wie das Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2007“ herausgegeben vom Bund der Steuerzahler zu berichten weiß. Unter Fall 71 ist nachzulesen welche Anstrengungen in Ihrer Funktion als MdL Christa Götz als Mitglied einer 18köfigen Reisegruppe im Mai 2007 unternommen hat um sich vor Ort in Brasilien unter anderem über Zuckerrohranbau und Klimaschutz zu informieren. Ein ähnliches persönlches Engagement bei der umfassenden Informationsbeschaffung hätten wir uns in der Sache Dorferneuerung Schwarzbach und Rimbachgrund auch gewünscht

Abschließend zu bemerken bleibt nur noch, dass in einem früheren Brief an das ALE in Ansbach darum gebeten worden  ist uns mitzuteilen um welche angeblichen  Beleidigungen es sich denn handelt. Diese Anfrage blieb wie so viele andere Schreiben unbeantwortet sodass wir auch hier von einer Fehlinformation ausgehen müssen da  uns bis heute nichts vorliegt das auch nur im Entferntesten als eine Beleidigung aufzufassen wäre.

Quelle: FLZ 28/29.06.2006 ” Einsatz statt Erfolg ” & FLZ 5.07.2006 ” Arbeit am Stimmungsbild ” & Bund der Steuerzahler “Schwarzbuch 2007″

in ... vor Ort |